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	<title>MuKe &#187; Aktuelles</title>
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	<description>Das Medien- und Kulturentwicklungsblog</description>
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		<title>Apple Music Connects?</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2015 08:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Grünewald]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie viele andere Medien- und Musik-Forschende und Fans habe auch ich am vergangenen Montag die Keynote zu Apples Entwicklerkonferenz verfolgt. Auf die ganzen iNeuerungen, die vorstellt wurden, will ich gar nicht eingehen. Hier ist vor allem das One-More-Thing relevant: &#8218;Apple]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie viele andere Medien- und Musik-Forschende und Fans habe auch ich am vergangenen Montag die Keynote zu Apples Entwicklerkonferenz verfolgt. Auf die ganzen iNeuerungen, die vorstellt wurden, will ich gar nicht eingehen. Hier ist vor allem das One-More-Thing relevant: &#8218;Apple Music&#8216; und das integrierte Musik-Netzwerk ‘Connect’. Mein Fazit der Lifestyle-Inszenierung: Entweder Apple ist brilliant und ich habe es nicht verstanden, oder sie haben sich mit ‚Connect’ etwas geschaffen, was hinter das meiste zurückgeht, was Musikkultur und Wirtschaft heute verändert. Damit würden sie den Fehler des gescheiterten Netzwers ‚Ping‘, das damals in ‘iTunes’ integriert war, wiederholen.<br />
So viel ist klar: Musik war trotz des Entwicklerkontextes zentral. Nach zwei Stunden Tech-Präsentation und steriler kalifornischischer Ideologie superreicher Manager_innen, die mit neuen Produkten die Welt verbessern und tonnenweise Geld anhäufen wollen, tropften im Werbeclip für den neuen Streaming-Dienst Apple Music Schweiß und Dreck nur so aus der authentizistischen Multi-Kulti-Drehorgel. Nachdem Apple in allen Winkeln der Welt multi-ethnische Fans beim Musikhören gefilmt hat, promoteten der Starrapper Drake und NIN-Mastermind Trent Reznor &#8211; beide scheinbar neue Brand-Ambassodors für Apple &#8211; den neuen Musikdienst. Dieser wurde offenbar nicht von Techies erdacht sondern die war eine Eingebung wahnwitziger männlicher Künstlergenies. Eine Eingebung, die nur Apple verwirklichen könne. So predigte der mit lederner Street-Credibility ausgestattete Reznor in einer eigenen Ansprache an die Apple-Community einen Musikservice “not just for the top tier artists but for the kids in their bedrooms too”. DAS wäre es jetzt gewesen. Unter meinen Fingernägeln spürte ich ein neues Musikmedium jucken, dass es den Kids zuhause vielleicht wirklich möglich macht, ihre Musik in die Welt zu schicken und sich neben Aretha Franklin und Lady Gaga in das neue Streaming-Angebot einzubringen. Ein neues oder besseres Soundcloud, dass potentiell alle Apple-User erreicht?<br />
Scheinbar nicht: Trotz Trent Reznors Demokratisierungsplattitüden scheint Apple immer noch vor allem an die Musikindustrie zu denken. (Die haben sie mit iTunes mal wirklich revolutioniert!) Relevant ist aber doch heute, was nicht der Industrie hilft, sondern der gesamten Musikwirtschaft und der Musikkultur, was ein kleiner aber feiner Unterschied ist. Während die Musikindustrie das ist, was uns haufenweise gute und schlechte Schallplatten, Tapes und CDs brachte &#8211; also diese Musik, die in der tat industriell produziert und verschifft wurde &#8211; wird heute die viel breitere Musikwirtschaft wieder wichtiger. Dazu gehören all die Musiker_innen, die uns in Bars, Clubs oder im Berliner Görli unterhalten, die uns über YouTube oder Facebook mit ihren Lebensstilen orientieren, die mittels Crowdfunding um Geld fragen oder die einfach ihre Musik hochladen und sich freuen, dass es Leute gibt, die diese Hören.<br />
Seit Napster und spätestens mit mySpace können wir heute von einer Musikwirtschaft sprechen, die immer mehr eine reiche Musikkultur befördert, weil viel mehr Menschen als noch vor fünfzehn Jahren Musik hören, machen, teilen, tauschen, bewerten, kommentieren oder Remixen. Und das ohne, dass sie jemals Teil der Musikindustrie werden wollten. Apple Music reflektiert das bisher nicht. Das von Reznor angepriesene Netzwerk vereint wieder nur Postings von Stars wie Pharell oder Chris Cornell. Also von Leuten, die sich musikindustriell in das Netzwerk einkaufen können. Auch der von Apple als Unsigned-Artist präsentierte Loren Kramer ist bei näherer Betrachtung gar nicht so Independent, wie man uns glaube machen will, <a href="http://pigeonsandplanes.com/2015/06/loren-kramer-apple-musics-indie-poster-boy-not-so-indie-after-all/">sondern jemand mit guten Beziehungen zum Industrie-Veteranen Jimmy Iovine der nun auch für Apple arbeitet</a>. Tatsächlich, so informiert die Apple-Website, braucht es, um Musik über &#8218;Connect&#8216; zu verteilen, mindestens einen so genannten Aggregator, also ein Unternehmen, das Geld damit verdient, Musik von Musiker_innen an Musik-Services zu vermitteln. DAS hatten wir auch schon beim Apple-Netzwerk ‘Ping’, wo es zwischen 2010 und 2012 möglich war, Stars wie Lady Gaga innerhalb von ‘iTunes’ zu folgen und mit Updates versorgt zu werden. Das sich Kids oder all die anderen Personen, die Apple durch seinen Griff ins Handbuch für Diversity-Branding in den Werbespot katapultiert hat, für die Verteilung ihrer Musik anmelden können, habe ich damals wie heute nicht wirklich gesehen. Vielleicht ein Grund dafür, warum &#8218;Ping&#8216; neben &#8218;YouTube&#8216; und &#8218;Soundcloud&#8216; schnell wieder eingestampft wurde? Industriedenken und Kulturkapitalismus spiegelt sich jedenfalls auch in Drakes arrogantem Promi-Geblubber wieder: In seiner Vintage-Apple-Jacke, die zum Twitter-Meme wurde, preiste er &#8218;Apple Music&#8216; als Service für ihn selber, den (steinreichen) “modern musician” und den “modern music consumer, like you“. Um die kulturindustrielle Moderne realistisch hinter sich zu lassen bräuchte Apple Music schon einen Upload-Button oder etwas besseres. Wenn das Unternehmen Musik heute revolutionieren will brauchen wir mehr und freiere Medien und Technologien, die es potenziell allen erlauben Musiker_in zu werden.</p>
<p>PS: Apples 24/7 Radio-Shows machen aber in der Tat eine gute Figur. Ich würde mich also freuen, falsch zu liegen.</p>
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		<title>Call For Papers: 1. GMM Summer Institute in Porto</title>
		<link>http://muke-blog.org/call-for-papers-1-gmm-summer-institute-in-porto-2755</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2015 11:17:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Grünewald]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leser, Die von einigen von uns MuKe-Autor_innen gegründete Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung veranstaltet dieses Jahr vom 1.6 September in Porto ihr erstes Summer Institute. Das GMM-Sommer-Institut versammelt interessierte Musikforscher_innen, um Fragen zu ökonomischen Entwicklungen, Geschäftsmodellen und sozialen Innovationen]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leser,</p>
<p>Die von einigen von uns MuKe-Autor_innen gegründete Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung veranstaltet dieses Jahr vom 1.6 September in Porto ihr erstes Summer Institute. Das GMM-Sommer-Institut versammelt interessierte Musikforscher_innen, um Fragen zu ökonomischen Entwicklungen, Geschäftsmodellen und sozialen Innovationen und Konflikten im städtischen Kontext von Musikwirtschaft und Musikkultur zu erörtern. Darüber hinaus ist es Ziel, jüngeren Forscher_innen strukturierte und individuelle Hilfestellungen bei ihren Arbeiten und Kooperationsmöglichkeiten anzubieten. Die GMMSI-Formate erlauben die Interaktion mit etablierten Forschern, Entscheidern, Doktorats- und MA-Studierenden und den Aufbau von Verbindungen mit Wissenschaft und Praxis für die Zukunft. Diskutiert werden Beiträge zum 1. Jahrbuch zur Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (2015) zur Entwicklung von Städten durch Musik, methodische und konzeptuelle Herausfor-derungen sowie aktuelle Studien zur Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung.</p>
<p>Den Call gibt es hier!<a href="http://muke-blog.org/wip/wp-content/uploads/GMM-Summer-Institute-Call-For-Papers-Final1.pdf">GMM Summer Institute Call For Papers Final</a></p>
<p>&#8211; Lorenz</p>
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		<title>Kultur von allen für alle um unser aller Freiheit Willen!</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2015 09:42:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. Carsten Winter]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erforschen + Entwickeln]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;lautet die Forderung, die m.E. die bekannte Forderung „Kultur für alle!“ ablösen sollte. Diese Forderung wird umso überfälliger, seit nicht mehr nur einige wenige über Mittel verfügen, Kultur für andere zu produzieren und zu verteilen, und deren Wahrnehmung und Nutzung]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;lautet die Forderung, die m.E. die bekannte Forderung „Kultur für alle!“ ablösen sollte. Diese Forderung wird umso überfälliger, seit nicht mehr nur einige wenige über Mittel verfügen, Kultur für andere zu produzieren und zu verteilen, und deren Wahrnehmung und Nutzung zu orientieren und zu organisieren. Jeden Tag verfügen weltweit mehr insbesondere gewöhnliche Leute über digitale Netzwerkmedien und lernen diese zu nutzen und sich um ihrer und unser aller Freiheit und Kultur willen eigensinnig am Umgang mit Sinn und Bedeutung sowie durch neue Praktiken an allen Prozessen der Konstitution von Kultur zu beteiligen. Der Text erläutert, wie eine Kultur von allen für alle möglich wurde, warum sie uns gegenwärtig herausfordert und in Zukunft prägen wird.</p>
<p>Weiterlesen:</p>
<p><a href="http://muke-blog.org/wip/wp-content/uploads/2015_CarstenWinter_Towards-a-Culture-for-All-by-All-for-the-Sake-of-Everyone’s-Freedom.pdf"> Carsten Winter: Towards a Culture for All by All for the Sake of Everyone’s Freedom</a></p>
<p><a href="http://muke-blog.org/wip/wp-content/uploads/2015_Carsten_Winter_Culturepreneure-für-Kultur-von-allen-für-alle-für-das-Goethe-Institut.pdf">Carsten Winter: Culturepreneure für Kultur von allen für alle</a></p>
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		<title>Marx, Weber, die Musikwirtschaft und YouTube</title>
		<link>http://muke-blog.org/marx-weber-die-musikwirtschaft-und-youtube-2742</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2015 09:33:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Grünewald]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erforschen + Entwickeln]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir, Lorenz Grünewald und Carsten Winter haben in Wien die inspirierende 5. ICTs and Society Conference 2015 besucht – Dank an Christian Fuchs und sein Team für die Organisation! – und dort „Perspektiven für ein komplexeres Verständnis von Gebrauchswerten‘ erörtert.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir, Lorenz Grünewald und Carsten Winter haben in Wien die inspirierende <a title="ICTs" href="http://icts-and-society.net/events/5th-icts-and-society-conference/">5. ICTs and Society Conference 2015</a> besucht – Dank an <a href="https://twitter.com/fuchschristian">Christian Fuchs</a> und sein Team für die Organisation! – und dort „Perspektiven für ein komplexeres Verständnis von Gebrauchswerten‘ erörtert. Das Thema der Konferenz ‚The Internet and Social Media at a Crossroads: Capitalism or Commonism? Perspectives for Critical Political Economy and Critical Theory‘ war der Kontext, in dem wir Veränderungen der Bedingungen sowie Voraussetzungen des Zugangs zu und des Umgangs mit digitalen Netzwerkmediendiskutiert haben; vor allem in der Folge ihrer kommerziellen Entwicklung als Medien und als Produktionsmitteln am Beispiel von Entwicklungen in Musikkultur und Musikwirtschaft.</p>
<p>Am Beispiel von YouTube haben wir zuerst gezeigt, wie gewöhnliche Akteur_innen, die erst aus ihren Kinder- oder Wohnzimmern heraus mit dem Netzwerkmedium YouTube als ihrem Produktionsmittel Musik und Musikvideos produziert haben, zu Musik-YouTuber_innen, zu Artepreneure_innen geworden sind, und wie diese eine vernetzte Musikwirtschaft geschaffen haben, in der Kapitalien wie Likes usf. eine größere Rolle als Geld gespielt haben (<a title="Artrepreneur Grünewald" href="https://www.researchgate.net/publication/267393631_The_New_Artrepreneur__How_Artists_Can_Thrive_on_a_Networked_Music_Business">zum Begriff Artepreneur siehe hier</a>). Sie haben mit YouTube als Produktionsmittel neue soziale, kulturelle und ästhetische Freiheiten erkundet und für sich und andere neue Werte geschaffen, die aktuell durchweg erheblich unter Kommodifizierungs- bzw. Kommerzialisierungsdruck durch Unternehmen geraten. Diese Perspektive lässt erst seit wenigen Jahren einnehmen, da ihnen zunächst mit YouTube und vergleichbaren Netzwerkmedien Produktionsmittel für gewöhnliche Leute bisher weitestgehend voraussetzungslos zur Verfügung standen.</p>
<p>Diese privat-unternehmerisch getriebene Kommodifizierung und Kommerzialisierung veranschaulichten wir am Beispiel von Multi Channel Networks und von Aktivitäten von YouTuber_innen. Sie ist aus der Sicht börsennotierter Unternehmen wie Google und auch von kommerziell interessierten Akteur_innen verständlich und nachvollziehbar. Unternehmen wie Google, die YouTube finanzieren, müssen Geld verdienen, da Ihre Shareholder das erwarten. Offenbar müssen sie dazu Freiheiten, die sie uns und auch Musiker_innen (wie wir an Beispielen gezeigt haben) wieder einzuschränken. Diese nachvollziehbaren Monetarisierungsbestrebungen schränken bisherige Freiheiten für Independent Musiker_innen, die es ihnen ermöglicht haben, mit YouTube Musik für alle zu produzieren, zu verteilen, zu promoten und von allen nutzen zu lassen auf nicht unerhebliche und vor allem zunehmende Weise immer mehr ein (vgl. hierzu etwa <a href="http://zoekeating.tumblr.com/post/109312851929/clarity">http://zoekeating.tumblr.com/post/109312851929/clarity</a>).</p>
<p>Vor dem Hintergrund dieser für Unternehmen notwendigen Kommodifizierung bzw. Kommerzialisierung fragten wir dann, was wir jenseits der Kritik dieser Entwicklung um der Freiheit unser aller Musikkultur willen tun können, um uns doch offenkundig mögliche Freiheiten zu erhalten – egal, ob das Freiheiten sind, die Musiker_innen als Artepreneure_innen oder Musiknutzer_innen als Culturepreneure_innen gekostet haben. Wir haben dann nach dieser Kritik erklärt, warum wir Unternehmen nicht als Garanten und schon überhaupt nicht als alleinige Garanten dieser Freiheiten sehen, die sie offenbar wieder einschränken müssen. Wir sehen neuere Entwicklungen in Musiknetzwerken und Städten zur Schaffung von Gemeingütern für Musikwirtschaft und Musikkultur eher als Garanten für die Institutionalisierung dieser Freiheiten und haben abschließend einige aktuell neue Bedingungen und Voraussetzungen für die Entwicklung neuer digitaler Netzwerkmedien und von Institutionen erörtern, die für diese These sprechen. Neue soziale Netzwerke und Städte waren in der Geschichte bisher immer maßgeblich für die Institutionalisierung neuer Medien wie auch neuer Freiheiten. Die Diskussion über die Möglichkeiten neuer Netzwerke und von Städten und ihr Engagement in Musikwirtschaft und Musikkultur bei der Erschaffung neuer Gemeingüter wird von uns weiter vorangetrieben. Sie baut auf von uns mit Blick auf die weltweit zunehmende Zahl von Artepreneure_innen und Culturepreneure_innen auf, die unsere „Push-Kultur für alle“ in eine Kultur der Anerkennung von „Kultur von allen für alle“ mit neuen Institutionen transformieren, die diese Kultur um unser aller Kultur und Freiheit willen wahrscheinlicher machen.</p>
<p>Weitere Texte und Folien gibt es hier:</p>
<p>Texte zum Culturepreneur <a href="http://muke-blog.org/kultur-von-allen-fuer-alle-um-unser-aller-freiheit-willen-2748">englisch/deutsch</a></p>
<p>Text zum Artrepreneur <a title="Artrepreneur" href="https://www.researchgate.net/publication/267393631_The_New_Artrepreneur__How_Artists_Can_Thrive_on_a_Networked_Music_Business">englisch</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe style="border: 1px solid #CCC; border-width: 1px; margin-bottom: 5px; max-width: 100%;" src="//de.slideshare.net/slideshow/embed_code/key/fmTrUj3DXVDTkw" width="425" height="355" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no" allowfullscreen="allowfullscreen"> </iframe></p>
<div style="margin-bottom: 5px;"><strong> <a title="New Perspectives for Use-Values? For an Empirical Understanding of Digital Labour with Media as Means of Producution" href="//de.slideshare.net/LorenzGrnewald/new-perspectives-for-usevalues-for-an-empirical-understanding-of-digital-labour-with-media-as-means-of-producution" target="_blank">New Perspectives for Use-Values? For an Empirical Understanding of Digital Labour with Media as Means of Producution</a> </strong> from <strong><a href="//www.slideshare.net/LorenzGrnewald" target="_blank">Lorenz Grünewald</a></strong></div>
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		<title>The More The Merrier: 1. Symposium der Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung</title>
		<link>http://muke-blog.org/2737-2737</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2015 17:28:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Grünewald]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Erforschen + Entwickeln]]></category>

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		<description><![CDATA[Da einige der MuKe-Autoren Mitglieder bzw. Vorstand der neu gegründeten Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (GMM) sind, deren Profil sich thematisch mit dem unseres Blogs überschneidet, bieten wir hier als Crosspost eine kleine Rückschau auf eine von der GMM präsentierten Veranstaltung,]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Da einige der MuKe-Autoren Mitglieder bzw. Vorstand der neu gegründeten <a title="Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung" href="http://www.musikwirtschaftsforschung.de" target="_blank">Gesellschaft für Musikwirtschafts- und Musikkulturforschung (GMM)</a> sind, deren Profil sich thematisch mit dem unseres Blogs überschneidet, bieten wir hier als <a href="http://musikwirtschaftsforschung.de/?p=101" target="_blank">Crosspost</a> eine kleine Rückschau auf eine von der GMM präsentierten Veranstaltung, bei der Carsten Winter und ich anwesend waren:</p>
<p>Letzten Samstag fand in Kooperation mit dem Jetzt Musik Festival in der Alten Feuerwache Mannheim das Symposium &lt;a href=&#8220;http://www.cm-musikwirtschaft.de/blog/jmf-symposium-2015/&#8220;&gt;‘The More The Merrier’&lt;/a&gt; statt, bei dem verschiedene Perspektiven auf internationale Kultur-Netzwerke diskutiert wurden. Den Aufschlag machte &lt;b&gt;Prof. Dr. Carsten Winter&lt;/b&gt; (hfmtm) mit seinem Vortrag zu &lt;b&gt;„&lt;/b&gt;Musikwirtschaft in Mannheim &amp;amp; Region in Zahlen”. Vor dem Hintergrund aktueller Kennzahlen zur Mannheimer Musikwirtschaft skizzierte er Potenziale und Perspektiven für das Clustermanagement Musikwirtschaft Mannheim &amp;amp; Region sowie die Akteure des Mannheimer Musikwirtschaftclusters. Dabei verknüpfte er die Ergebnisse mit einer Strategie, die Prof. Winter im letzten Jahr mit Lorenz Grünewald M.A. und IJK-Studierenden der MA-Programme &#8218;Medienmanagement&#8216; und &#8218;Medien und Musik&#8216; mit dem Clustermanagement entwickelt hat.</p>
<p>Die anschließende Diskussion der Strategie und der Kennzahlen auf dem Panel zum Vortrag mit &lt;b&gt;Prof. Dr. Michael Hölscher&lt;/b&gt; (Speyer), &lt;b&gt;Olaf [Gemse] Kretschmar&lt;/b&gt; (CEO der BerlinMusicCommission) und &lt;b&gt;Prof. Dr. Martin Zierold&lt;/b&gt; (Karlsruhe) bestätigt die vom IJK-Projekt entwickelte &lt;b&gt;„4-Wertbeiträge-Strategie“:&lt;/b&gt; Sie bietet die Unterstützung, die neue Unternehmen und Selbständige, oft spezialisierte Kleinstunternehmen oder selbständige Musikschaffende, am dringendsten brauchen: Eine neue aktuelle offene &lt;b&gt;Wissensdatenbank&lt;/b&gt;; Hilfe bei der &lt;b&gt;Vernetzung&lt;/b&gt; ihrer Wertschöpfung durch neue Vernetzungsformate; Hilfe bei der Entfaltung der &lt;b&gt;Produktivität&lt;/b&gt; durch individuelle Wertschöpfungscoachings und bei der &lt;b&gt;Internationalisierung&lt;/b&gt; ihrer Aktivitäten durch entsprechende Kooperationsangebote. Die vorgestellte Strategie zeigt exemplarisch, wie Aktivitäten des Clustermanagements dazu beitragen, die Musikwirtschaft in Mannheim und Region im Sinne der EU-2020 Strategie &lt;b&gt;intelligenter&lt;/b&gt;, &lt;b&gt;inkludierender&lt;/b&gt; und &lt;b&gt;nachhaltiger&lt;/b&gt; zu machen. Das Panel wurde moderiert von Janina Klabes (Mannheim).</p>
<p>Auch die beiden folgenden Panels setzten sich intensiv mit der Perspektive kultureller Netzwerke auseinander. Moderiert von &lt;b&gt;Matthias Rauch&lt;/b&gt; diskutierten &lt;b&gt;Gabriele Hartmann&lt;/b&gt; (SAP AG), &lt;b&gt;Federica Patti &lt;/b&gt;(roBOt Festival Bologna), &lt;b&gt;Dr. Regina Schober&lt;/b&gt; (Universität Mannheim) sowie &lt;b&gt;Lorenz Grünewald &lt;/b&gt;(Hochschule für Medien Kommunikation und Wirtschaft Berlin) zum Thema ‘Managing Networks’. Sie stellten dar, wie sich Kultur durch digitale Vernetzung verändert, welche Potenziale sich global für Netzwerke von Kulturfestivals bieten und wie man die neuen Rollen von Künstlern und Kulturfans in diesem Zusammenhang verstehen kann.</p>
<p>Abschließend wurde Internationalisierung in den Mittelpunkt gerückt. Drei Delegierte des UNESCO Creative Cities Subnetzwerkes ‘Music’ sprachen &#8211; ebenfalls moderiert von Matthias Rauch &#8211; über die Kollaboration in und mit ihrem internationalen Netzwerk aus Musikstädten. &lt;b&gt;Svend-Einar Brown&lt;/b&gt; (Glasgow), &lt;b&gt;Alexandra Köhn-Ruder&lt;/b&gt; (Hannover) sowie &lt;b&gt;Luigi Virgolin &lt;/b&gt;(Bologna) gingen darauf ein, wie durch das ‘Creative Cities Netzwerk’ und das Label einer ‘City of Music’ neue Wertschöpfungspotenziale in und zwischen den Städten geschaffen werden und wie die Unterschiedlichen Akteure in den Städten mit dem Label operieren, um neue Musikprojekte und -Formate zu entwickeln.</p>
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		<title>Broadcast whom? Die neuen alten Selbstverständnisse im YouTube Ökosystem</title>
		<link>http://muke-blog.org/broadcast-whom-die-neuen-alten-selbstverstaendnisse-im-youtube-oekosystem-2729</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2015 18:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Grünewald]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Erforschen + Entwickeln]]></category>

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		<description><![CDATA[von Lorenz Grünewald Sind Multi-Channel-Networks die neuen Sender? Im neuen Digitalisierungsbericht der Medienanstalten schreibt der Medienwissenschaftler und Blogger Bertram Gugel, dass wir bei der Beobachtung der MCNs &#8222;momentan die Wiederholung der Geschichte des Fernsehens&#8220; erleben[http://goo.gl/zQOqMz]. Der Titel seines Artikels &#8222;Sind]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>von Lorenz Grünewald</p>
<p><strong>Sind Multi-Channel-Networks die neuen Sender?</strong></p>
<p>Im neuen Digitalisierungsbericht der Medienanstalten schreibt der Medienwissenschaftler und Blogger Bertram Gugel, dass wir bei der Beobachtung der MCNs &#8222;momentan die Wiederholung der Geschichte des Fernsehens&#8220; erleben[<a href="http://goo.gl/zQOqMz">http://goo.gl/zQOqMz</a>]. Der Titel seines Artikels &#8222;Sind YouTube-Netzwerke die neuen Sender?&#8220; und der dazugehörende Diskurs um Multi-Channel-Networks sind Ausdruck eines alten Verständnisses von Medien und Mediennutzung, das noch aus dem Zeitalter der Massenmedien stammt und das den demokratischen Möglichkeiten neuer digitaler Medien wie YouTube nicht mehr gerecht wird. Ein solches Verständnis und insbesondere die Selbstverständnisse der Multi Channel Networks (MCNs) verdecken das demokratisierende Potential eines Mediums, in dem jeder mit einer Kamera und einem Internetanschluss frei Nachrichten und Unterhaltung produzieren kann. MCNs sind Unternehmen, die YouTuber unter Vertrag nehmen, ihre Kanäle vernetzen und deren Werbepotential maximieren. Das größte deutsche MCN Mediakraft präsentiert auf seiner Website den Slogan &#8222;Wir machen Online-TV&#8220;. Dies verweist auf eine Rollenverteilung, die wir aus dem Fernsehen kennen: Die asymmetrische Beziehung zwischen TV-Machern und Zuschauern, zwischen Sender und Empfänger[<a href="http://goo.gl/ajOctJ">http://goo.gl/ajOctJ</a>]. Tatsächlich lässt sich Mediakraft-Chef Christoph Krachten im neuen Wired Germany damit zitieren, dass Mediakraft die Möglichkeit habe, “größer als große Fernsehanstalten zu werden”[<a href="http://goo.gl/9WzrRH">http://goo.gl/9WzrRH</a>]. Der aktuelle Diskurs um YouTube konzentriert sich dabei vor allem auf den Konflikt zwischen MCNs und größeren YouTubern, die sich in den Optimierungsprozessen und der Formatentwicklung der MCNs in ihrer künstlerischen Freiheit beeinflusst sehen. So sagte es kürzlich der YouTuber LeFloyd zu Stefan Niggemeier[<a href="http://goo.gl/no4m1N">http://goo.gl/no4m1N</a>]. Die Diskussion um YouTube muss jedoch weiter gehen, denn die Selbstverständnisse im YouTube Ökosystem und das Sender/Empfänger-Modell deuten ein tiefer liegendes Problem an.</p>
<p><strong>Broadcast Yourself: Strategisch genial, kulturell unerreicht.</strong></p>
<p>Auch YouTubes Selbstverständnis ist im Wandel. Im November 2014 kündigte das Unternehmen den neuen Streaming-Dienst YouTube Music Key an. Natürlich per Video. Das Video zeigt die Evolution YouTubes anhand der Menschen, die dort etwas mit Musik gemacht haben. Es beginnt mit &#8218;Two Chinese Boys&#8216;, die bereits kurz nach YouTubes Start im Februar 2005 die Backstreet Boys coverten und endet etwa mit Pharrell Williams Hit-Single&#8216; Happy&#8216; aus 2014. Das zeigt die Geschichte vom User-Generated-Content, also den Inhalten derer, von denen einige zu YouTubern wurden bis hin zum Einzug der Profis, der Stars und der Netzwerke. Aber – und das ist für YouTubes Selbstverständnis bezeichnend – das Video zeigt auch, wie im Wandel der YouTube Website der Slogan &#8218;Broadcast Yourself&#8216; verschwindet[<a href="http://goo.gl/rSwVv5">http://goo.gl/rSwVv5</a>, ca. bei 00:44]. Stattdessen nennt YouTube auf seiner Google+-Seite ein Motto, das nicht empowert, sondern ebenfalls auf passive Empfänger verweist: &#8222;Bringing you the best of YouTube videos and channels, worldwide.&#8220;[<a href="http://goo.gl/S0q57E">http://goo.gl/S0q57E</a>]. Dass der Slogan von der Startseite verschwindet ist deshalb so verwunderlich, weil er das Medium YouTube, so wie es jetzt ist, erst möglich gemacht hat. ‘Broadcast Yourself’ ist die perfekte Repräsentation, ja sogar der perfekte Imperativ dafür, dass wirklich jeder, der über einen Internetanschluss und eine Kamera verfügt, seine Botschaft verbreiten kann. YouTube hatte anfangs nur das Selbstverständnis, diejenigen zu empowern, die vor der Röhre sitzen: YouTube. Broadcast Yourself. Konkretere Ziele, so lässt es ein Portrait der ersten Generation von YouTubern aus Wired UK vermuten, hatte YouTube in der Start-up-Phase überhaupt nicht [<a href="http://goo.gl/hKU00G">http://goo.gl/hKU00G</a>]. So konnten neue Ideen davon entstehen, was es heißt, ein Künstler zu sein, ein Journalist, ein Entertainer, ein Aktivist. Die Rolle des YouTubers entstand und einige von ihnen wurden Stars wie in Deutschland LeFloyd oder Gronkh. Diese informieren und unterhalten und ihre Videos werden oft öfter gesehen als eine durchschnittliche Folge von TV Total. &#8218;Broadcast Yourself&#8216; ist ein strategisch genialer Gedanke, der die Diversität von Leuten, die ein Medium nutzen können ins bisher Ungesehene gesteigert hat. Die Zahl und die Unterschiedlichkeit derer, die auf YouTube aktiv sind, reicht vom Briefmarkensammler über religiöse Prediger, von Unternehmenskommunikation zu Barack Obama und weit darüber hinaus. Mit Vine, einer Art Twitter für Videos von sechs Sekunden, tauchte ein weiterer Stern am Video-Himmel auf. Hier konstatiert The New Yorker: “Vine didn’t really take off until April, 2013, when it introduced a front-facing camera for selfies: it turned out that people would rather broadcast themselves than their surroundings.”[<a href="http://goo.gl/dzFjIy">http://goo.gl/dzFjIy</a>]</p>
<p><strong>Das Problem steckt schon im Begriff des Senders</strong></p>
<p>Das Verständnis von Netzwerken als Sender und von YouTube als etwas wie dem Fernsehen vergleichbaren, verweist damit auf eine grundsätzlichere Veränderung im YouTube-Ökosystem. Denn mit dem Twist zurück zu TV-inspirierten Selbstverständnissen wird auch ein altes Verständnis der YouTube-Nutzer impliziert, das gegen vieles spricht, was wir aus den Medienwissenschaften über Netzwerkmedien wie YouTube wissen. &#8218;Broadcast Yourself&#8216; hat nicht nur dazu geführt, dass eine bisher unbekannte Diversität von Leuten und Akteuren auf YouTube zum Sender wurde. Die Teilung von Sender und Empfänger wird bei Medien wie YouTube heute aufgelöst. Jeder, der Videos sehen kann, kann diese auch kommentieren, bewerten, teilen, Playlisten erstellen oder eben ein eigenes Video hochladen. &#8222;Passives Konsumieren wird zur aktiven Entscheidung&#8220;, wie die Huffington Post es kürzlich zu YouTube formuliert hat[<a href="http://goo.gl/33X5BH">http://goo.gl/33X5BH</a>]. So entsteht eine reiche Kultur, in der sich YouTuber gegenseitig referenzieren, beurteilen, parodieren, covern, und verreißen. Es entsteht aber auch eine Kultur, in der Gesellschaft stattfindet. Das reicht von Interviews mit Flüchtlingen in Deutschland, die über ihre Lage berichten bis hin zu Aufnahmen von Polizeigewalt oder schlimmerer Dinge, wie dem Suizid von Mohamed Bouazizi, dessen Verbreitung auf YouTube und Facebook nach Meinung vieler ein Auslöser für die tunesische Revolution waren. Muss es nun ein Problem sein, dass sich Netzwerke als Sender für ihre mehr oder weniger passiven Empfänger betrachten und dass YouTube sein Selbstverständnis hin zum neuen Fernseher entwickeln könnte? Nicht, solange weiterhin jeder über ähnliche Möglichkeiten verfügt, auf YouTube aktiv zu werden. Derzeit ist dies auch weiterhin der Fall. Die Entwicklung von YouTubes Geschäftsmodell, das auch die MCNs ermöglichte, zeigt aber, dass sich dies auch ändern kann.</p>
<p><strong>Verschiebt sich die Balance im Ökosystem?</strong></p>
<p>Die enorme Diversität an Menschen und Organisationen, die YouTube nutzen, liegt darin begründet, dass YouTube, wie die meisten Internet-Start-ups, ohne ein Geschäftsmodell startete. Auch Google tat sich nach der Akquise von YouTube zunächst schwer, ein Geschäftsmodell zu entwickeln. Mit dem Partner-Programm, das es einzelnen YouTubern erlaubt, ihre Videos mit Werbung zu versehen und an den Einnahmen mit zu verdienen, glaubte man, eine Erlösmöglichkeit gefunden zu haben, die den Zugang zu den Potentialen von YouTube nicht einschränkte. Niemand musste für seinen Broadcast Geld verlangen; aber wer wollte, der konnte. Um den Effekt des neuen Geschäftsmodells zu maximieren, begann man Deals mit neuen Partnern wie Medienkonzernen einzugehen sowie Lizenzen an MCNs zu vergeben. Hierdurch rücken Unternehmen näher an YouTube heran, als das für einzelne Nutzer möglich ist. Zum Beispiel durch erweiterte Zugänge zu YouTubes Verwaltungs-System für Urheberrechte, genannt Content-ID, aber auch durch durch besondere Analytics-Systeme und erweiterten Support. Auch durch ihr Wissen, ihr Kapital und das Einbinden der Reichweite von YouTube-Stars haben beispielsweise MCNs einen größeren Spielraum im Umgang mit YouTube als andere. Natürlich haben sie es auch leichter, auf die Startseite zu kommen.</p>
<p>Nicht nur in den Selbstverständnissen von MCNs und von YouTube zeichnet sich also ab, dass neue Quellen von Ungleichheit im Bezug darauf entstehen können, wer etwas mit Medien machen kann. Noch ist es nicht so weit. Aber es ist nicht absehbar, was mit ‘Broadcast Yourself’ passieren wird, falls YouTube als Unternehmen ernsthaft beginnen sollte, sein Empowerment hin zu den Profitmaximierenden zu verschieben. Andere Unternehmen wie Yahoo, die einigen Meldungen zufolge einen eigenen Videodienst planen, für den sie erfolgreiche YouTube-Stars abwerben wollen, oder Video-Start-ups wie getvictorious.com oder vessel.com, die sich explizit an YouTuber mit bestehender Reichweite richten, planen scheinbar zunächst gar keine Upload-Funktion für den gewöhnlichen Nutzer ein. Damit gehen sie weit hinter das zurück, was YouTube schon erreicht hat[<a href="http://goo.gl/iuAO4F">http://goo.gl/iuAO4F</a>].</p>
<p><strong>Wer Fernsehen denkt, geht hinter bereits Erlangtes zurück</strong></p>
<p>Wer, wann, wie Unterhaltung und auch Geschäftsmodelle schaffen kann und wer mit ihnen wahrgenommen werden kann oder wer mit YouTube politische Diskurse schaffen und beeinflussen kann, das darf nicht zu sehr von Werbetauglichkeit und/oder dritten Institutionen wie MCNs abhängig sein. Ganz zu schweigen von den unzähligen Videos, die auf YouTube stattfinden aber nicht monetarisiert werden können, weil sie als Remixe, Übersetzungen oder Mash-ups Urheberrechtsansprüche verletzen würden.</p>
<p>Vieles deutet darauf hin, dass YouTube sich um Balance bemüht. Zum Beispiel experimentiert YouTube mit einem System, das einfaches Verteilen kleinerer Geldbeiträge an die Produzenten von YouTube Content ermöglicht, ohne dass MCNs oder Werbetreibende ins Spiel kommen müssen[<a href="http://goo.gl/vVukqg">http://goo.gl/vVukqg</a>]. Aber falls YouTube doch zum neuen Online-TV wird, was passiert dann mit denen, die einfach nur &#8218;Broadcast Yourself&#8216; machen wollen? Muss sich der Diskurs nicht auch um uns alle, um das You im YouTube kümmern als nur um MCNs und YouTuber? Um die Leute, die mit Rollen, Formaten und Inhalten experimentieren? Dass es zu alten Selbstverständnissen besser nicht kommen sollte sagt auch Betram Gugel: “Es ist für Netzwerke also essentiell, dass sich YouTube auch in Zukunft als Enabler und nicht als Medienunternehmen sieht.” Der letzte Satz aber, den YouTube in seinem Music Key Video zeigt, lautet: &#8222;From the beginning you have been making music better. Now it&#8217;s our turn”.</p>
<p>Dieser Artikel ist zuerst erschienen in: <a href="http://www.collaboratory.de/w/Datei:DerDigitaleWandelQ4-2014.pdf">Der Digitale Wandel 04/14</a>,  CC-BY-NC-SA-4.0</p>
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		<title>Call for Papers: Interdisziplinäre Tagung zur Kultur, Nutzung, Wirkung und Ökonomie von Musikcastingshows</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2015 13:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Grünewald]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Muke-Leser, die Tagung, organisiert von Holger Schramm und Nicolas Ruth der Universität Würzburg, setzt sich mit dem Thema Musikcastingshows auseinander. Tagungstermine sind der 04 und 05 Dezember. Extended Abstracts müssen bis zum 15 Juli eingereicht werden. Nähere Infos finden]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Muke-Leser,</p>
<p>die Tagung, organisiert von Holger Schramm und Nicolas Ruth der Universität Würzburg, setzt sich mit dem Thema Musikcastingshows auseinander. Tagungstermine sind der 04 und 05 Dezember. Extended Abstracts müssen bis zum 15 Juli eingereicht werden. Nähere Infos finden sich im PDF.</p>
<p>Hier der Call: <a href="http://muke-blog.org/wip/wp-content/uploads/CfP-Musikcastingshows-Würzburg.pdf">CfP Musikcastingshows &#8211; Würzburg</a></p>
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		<title>Job: 2 wiss. MA-Stellen an der Uni Würzburg (je 50 Prozent / Deadline 04.01.15)</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2014 18:04:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Katja Kaufmann]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Stellenausschreibungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei unseren lieben Kollegen an der Uni Würzburg sind im Arbeitsbereich &#8222;Medien- und Wirtschaftskommunikation&#8220; (Prof. Dr. Holger Schramm) ab 01. April 2015 zwei halbe wissenschaftliche Mitarbeiter-Stellen ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 04. Januar 2015. Die weiteren Details sind in der Ausschreibung zu]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bei unseren lieben Kollegen an der Uni Würzburg sind im Arbeitsbereich &#8222;Medien- und Wirtschaftskommunikation&#8220; (Prof. Dr. Holger Schramm) <strong>ab 01. April 2015 zwei halbe wissenschaftliche Mitarbeiter-Stellen</strong> ausgeschrieben. <strong>Bewerbungsschluss ist der 04. Januar 2015.</strong></p>
<p>Die weiteren Details sind in der Ausschreibung zu finden:<br />
<a href="http://muke-blog.org/wip/wp-content/uploads/Ausschreibung_Mitarbeiterstelle-November-2014.pdf">Ausschreibung_Mitarbeiterstelle November 2014</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>CFP: Edited Collection on Socialbots und Nachwuchstage der DGPuK</title>
		<link>http://muke-blog.org/cfp-edited-collection-on-socialbots-und-nachwuchstage-der-dgpuk-2624</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jun 2014 18:53:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Lorenz Grünewald]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Organisieren + Partizipieren]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir würden gerne auf zwei neue Möglichkeiten für (Nachwuchs-)Wissenschaftler aufmerksam machen: Robert Gehl sucht auf seinem Blog nach Vorschlägen zu Buchbeiträgen für einen Band zum Thema &#8218;Social Bots': CFP: Edited Collection on Socialbots. Außerdem ist es ab jetzt möglich, sich]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wir würden gerne auf zwei neue Möglichkeiten für (Nachwuchs-)Wissenschaftler aufmerksam machen:</p>
<p>Robert Gehl sucht auf seinem Blog nach Vorschlägen zu Buchbeiträgen für einen Band zum Thema &#8218;Social Bots': CFP: <a title="CFP: Social Bots" href="http://robertwgehl.org/blog/?p=245" target="_blank">Edited Collection on Socialbots</a>.</p>
<p>Außerdem ist es ab jetzt möglich, sich für die <a href="http://blogs.fu-berlin.de/nachwuchstag2014/" target="_blank">Nachwuchstage der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationsforschung</a> anzumelden. Die Anmeldefrist für die Tagung endet am 04. August. Das Programm ist <a href="http://blogs.fu-berlin.de/nachwuchstag2014/programm/" target="_blank">hier</a> einzusehen.</p>
<p>Viel Erfolg allen Interessierten!</p>
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		<title>Rückblick &amp; Dank zum Workshop Medien- und Musikentwicklung</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 06:55:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Prof. Dr. Carsten Winter]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Organisieren + Partizipieren]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir, die Veranstalter des Workshops, Prof. Dr. Gunter Reus und Prof. Dr. Carsten Winter, haben uns über das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und das Lob über den Workshop gefreut. Allen, die ihn ermöglicht haben sei an dieser Stelle herzlich]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wir, die Veranstalter des Workshops, <a href="http://www.ijk.hmt-hannover.de/de/institut/personen/prof-dr-gunter-reus/">Prof. Dr. Gunter Reus</a> und <a href="http://www.ijk.hmt-hannover.de/de/institut/personen/prof-dr-carsten-winter/">Prof. Dr. Carsten Winter</a>, haben uns über das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und das Lob über den Workshop gefreut. Allen, die ihn ermöglicht haben sei an dieser Stelle herzlich gedankt. <span id="more-633"></span>Der Workshop „Medien- und Musikentwicklung&#8220; wäre ohne die kollegiale Hilfe von Prof. Titus Georgi vom Schauspiel, der seine Premierenproben für zweieinhalb Tage unterbrach und uns auf seiner Bühne tagen ließ, in dieser Form nicht möglich gewesen. Vielen Dank dafür und euch viel <a href="http://muke-blog.org/wordpress_muke/wp-content/uploads/2009/02/trumpet.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-664" title="trumpet" src="http://muke-blog.org/wordpress_muke/wp-content/uploads/2009/02/trumpet-225x300.jpg" alt="" width="135" height="180" /></a>Erfolg mit der „Unvollendete Partitur für Mechanisches Klavier&#8220; nach Tschechow (mehr Infos unter <a href="http://www.studiotheater-hannover.de">www.studiotheater-hannover.de</a>). Vielen Dank auch Dr. Irving Wolther für die Einladung der Referenten zum von ihm so erfolgreich veranstalteten ersten Hannoveraner Popsong-Contest „<a href="http://www.hoeren2009.de/">Hören! 2009</a>&#8222;, Thorsten Keppler und seinem Team für die technische Unterstützung und den dadurch möglichen reibungslosen Ablauf des Workshops, unserer Hochschule, dem Förderverein der Hochschule, den <a href="http://www.laboratories.telekom.com/">Deutsche Telekom Laboratories</a> und dem Verein <a href="http://www.kkev.org/">Kommunikation Kultur e.V.</a> für ihre Unterstützung, sowie den Studierenden, die den Workshop mit ihren Ideen für Referenten, Programmpunkte, Soundbranding, Raumgestaltung, Speisen und Engagement vorbereitet und erfolgreich mit durchgeführt und in Ton und Bild dokumentiert haben.  Dank gilt &#8211; last but not least &#8211; André Luce für den Hinweis für das Bild für Plakat und Programmheft, Katja Kaufmann für ihre große Hilfe bei der Gestaltung von Text, Plakat und Programm und Dipl. Medienwissenschaftlerin Catherina Dürrenberg für ihre große Hilfe bei der Vorbereitung, Durchführung und der Nachbereitung des Workshops!</p>
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